Blogger auf Pinterest

Was viele Blogger auf Pinterest falsch machen – 8 Fehler im Überblick

zuletzt aktualisiert am: 20.08.2026

Wenn du bloggst und Pinterest für mehr Sichtbarkeit nutzen möchtest, kennst du diesen Gedanken vielleicht: „Ich müsste eigentlich viel mehr pinnen.“ Mehr Pins. Mehr Designs. Mehr Ideen. Mehr neue Blogartikel.

Und genau da wird Pinterest für viele Blogger schnell anstrengend.

Aus meiner Sicht liegt das Problem aber oft nicht daran, dass zu wenig Content da ist. Häufig ist schon genug da. Er wird nur nicht richtig genutzt.

Viele Blogger haben bereits gute Blogartikel, hilfreiche Tipps, klare Erfahrungen und Themen, die auf Pinterest funktionieren könnten. Trotzdem bleibt Pinterest mühsam, weil der Fokus an der falschen Stelle liegt: zu viel Design, zu viele Einzelaktionen, zu wenig System.

Dabei kann Pinterest gerade für Blogger deutlich spannender werden, wenn man es nicht wie einen weiteren Social-Media-Kanal behandelt, sondern als Möglichkeit, bestehende Inhalte langfristig sichtbar zu machen.

Kurz & knapp (das nimmst du mit)

Warum Pinterest für viele Blogger unnötig kompliziert wird

Viele Blogger starten mit Pinterest sehr motiviert. Sie erstellen ein Profil, gestalten Pins, legen Boards an und nehmen sich vor, regelmäßig aktiv zu sein. Aber nach kurzer Zeit wird es oft unübersichtlich.

  • Was soll ich pinnen?
    Wie viele Pins brauche ich?
  • Muss ich ständig neue Artikel schreiben?
  • Warum passiert nichts?
  • Und warum sieht bei anderen alles so strategisch aus?

Was ich in der Praxis oft beobachte: Pinterest wird schnell als zusätzliche Content-Baustelle gesehen.

Neben Blog, Newsletter, Instagram, vielleicht noch Website, Angeboten oder Kundenthemen kommt Pinterest dann auch noch obendrauf. Und natürlich soll es möglichst schnell Ergebnisse bringen.

Das macht Druck.

Dabei kann Pinterest für Blogger eigentlich genau das Gegenteil sein: ein Kanal, der vorhandene Inhalte länger sichtbar macht.

Ein Blogartikel muss nicht nach der Veröffentlichung erledigt sein. Er kann über Wochen, Monate oder sogar länger immer wieder neue Einstiege bekommen. Nicht, indem du denselben Pin ständig kopierst, sondern indem du unterschiedliche Aspekte aus dem Artikel sichtbar machst.

8 Fehler im Überblick - und wie es besser geht

Fehler 1: Du behandelst Pinterest wie Instagram

Einer der größten Denkfehler ist, Pinterest wie Instagram zu nutzen.

Instagram lebt stark von Aktualität, Persönlichkeit, Interaktion und dem Moment. Pinterest funktioniert anders. Menschen kommen zu Pinterest, weil sie Ideen suchen, etwas planen, sich inspirieren lassen oder eine Lösung finden möchten.

Für Blogger ist das eine gute Nachricht.

Du musst nicht jeden Tag spontan etwas Neues aus deinem Alltag erzählen. Du musst auch nicht ständig auf Trends aufspringen oder permanent präsent sein.

Wichtiger ist, dass deine Inhalte auffindbar, verständlich und hilfreich sind.

Ein Pinterest-Pin darf auf einen Blogartikel führen, der nicht gestern veröffentlicht wurde. Entscheidend ist, ob der Inhalt für die suchende Person relevant ist.

Fehler 2: Du startest direkt mit dem Design

Viele beginnen bei Pinterest mit Canva. Vorlage öffnen, Farben auswählen, Schrift ändern, Bild einfügen. Und dann wird überlegt, was eigentlich auf den Pin geschrieben werden könnte.

Ich würde es genau andersherum machen. Bevor du über das Design nachdenkst, schau dir zuerst deinen Blogpost an.

Frag dich:

  • Welche Kernaussage steckt in diesem Artikel?
  • Welche Frage beantwortet er?
  • Welches Problem löst er?
  • Welche typischen Fehler spreche ich an?
  • Welche einzelnen Tipps könnten auch für sich interessant sein?

Pinterest ist zwar visuell, aber der Pin muss trotzdem sofort verständlich machen, warum jemand klicken oder sich den Inhalt merken sollte.

Das Design unterstützt die Aussage. Es ersetzt sie nicht.

Fehler 3: Du pinnst jeden Blogpost nur einmal

Viele Blogger veröffentlichen einen Artikel, erstellen einen Pin dazu und haken das Thema ab. Das ist schade, weil in einem Blogpost meistens viel mehr steckt als nur eine einzige Pin-Idee.

Ein Artikel kann enthalten:

  • eine Hauptaussage
  • mehrere Unterthemen
  • typische Fehler
  • eine Schritt-für-Schritt-Anleitung
  • Beispiele
  • persönliche Erfahrungen
  • häufige Fragen
  • konkrete Tipps

All das kann die Grundlage für unterschiedliche Pins sein.

Wenn du zum Beispiel einen Blogpost über „Pinterest für Blogger“ geschrieben hast, muss der Pin nicht immer nur heißen:

Pinterest für Blogger: So startest du richtig

Du könntest auch verschiedene Einstiege wählen:

  • Warum Pinterest für Blogger oft komplizierter wirkt, als es ist
  • 5 Fehler, die viele Blogger auf Pinterest machen
  • So nutzt du einen Blogpost für mehrere Pinterest-Pins
  • Warum du nicht ständig neue Blogartikel für Pinterest brauchst
  • Pinterest leichter machen: Ein einfacher Workflow für Blogger

Alle Pins können zum selben Blogpost führen. Trotzdem sprechen sie unterschiedliche Bedürfnisse an.

Genau das wird oft unterschätzt.

Fehler 4: Du denkst nur in Keywords, nicht in Suchintention

Keywords sind wichtig. Aber sie allein reichen nicht.

Anstatt dich zu fragen:
„Welches Keyword muss auf den Pin?“

Ist dieser Ansatz besser:
„Was will die Person wirklich wissen, wenn sie danach sucht?“

Nehmen wir das Keyword Blogger.

Jemand, der auf Pinterest nach Tipps für Blogger sucht, möchte vielleicht:

  • mehr Sichtbarkeit für den Blog
  • bessere Ideen für Blogartikel
  • mehr Traffic über Pinterest
  • weniger Stress bei der Contentplanung
  • wissen, welche Fehler andere Blogger machen
  • vorhandene Artikel besser nutzen

Das sind unterschiedliche Suchintentionen. Und genau daraus entstehen unterschiedliche Pin-Ideen.

Wenn du nur ein Keyword platzierst, aber das Bedürfnis dahinter nicht triffst, bleibt dein Pin oft zu allgemein.

Ein guter Pin spricht nicht nur ein Wort an. Er spricht ein konkretes Problem oder einen Wunsch an.

Fehler 5: Du willst ständig neuen Content erstellen

Viele Blogger denken, dass Pinterest nur funktioniert, wenn ständig neue Blogartikel dazukommen.

Natürlich brauchst du Inhalte, auf die du verlinken kannst. Aber das heißt nicht, dass du pausenlos neue Artikel schreiben musst.

Oft ist es viel sinnvoller, bestehende Blogposts besser zu nutzen.

Vielleicht hast du bereits Artikel, die hilfreich sind, aber bisher nur einmal gepinnt wurden. Vielleicht gibt es Beiträge, die gut zu Pinterest passen, aber nie richtig aufbereitet wurden. Vielleicht hast du ältere Inhalte, die immer noch aktuell sind, aber längst im Archiv verschwunden sind.

Pinterest kann genau hier helfen, denn nicht jeder neue Pin braucht ein neues Thema. Manchmal braucht ein vorhandenes Thema einfach einen besseren Einstieg.

Das macht die Arbeit für Blogger deutlich entspannter.

Fehler 6: Dein Pin verspricht etwas, was der Blogpost nicht einlöst

Ein Pin ist ein Versprechen. Wenn auf dem Pin steht: 5 Pinterest-Fehler, die Blogger vermeiden sollten

dann sollte der Blogpost diese Fehler auch wirklich klar behandeln.

Wenn jemand klickt und dann auf einem sehr allgemeinen Artikel landet, entsteht ein Bruch. Die Person hat etwas Bestimmtes erwartet und bekommt etwas anderes.

Das wirkt schnell enttäuschend. Deshalb sollte der Pin immer zum Blogpost passen. Nicht ungefähr. Sondern möglichst klar.

Frag dich vor dem Veröffentlichen:

  • Löst der Blogpost ein, was der Pin ankündigt?
  • Findet die Person die versprochene Antwort schnell genug?
  • Ist der Zusammenhang zwischen Pin und Artikel logisch?
  • Würde ich selbst zufrieden sein, wenn ich auf diesen Pin geklickt hätte?

Das klingt simpel, macht aber einen großen Unterschied.

Fehler 7: Du schaust dir deine Ergebnisse nicht an

Pinterest fühlt sich schnell wie ein Ratespiel an, wenn man nie in die Zahlen schaut. Natürlich musst du dich nicht täglich in Analytics verlieren. Aber komplett ohne Auswertung wird es schwierig zu erkennen, was funktioniert.

Für Blogger können zum Beispiel diese Fragen hilfreich sein:

  • Welche Pins bekommen Impressionen?
  • Welche Pins bringen Klicks?
  • Welche Themen werden gespeichert?
  • Welche Blogartikel bekommen über Pinterest Besucher?
  • Welche Titel funktionieren besser als andere?

Dabei geht es nicht darum, jede Zahl perfekt zu analysieren. Es geht darum, Muster zu erkennen.

Vielleicht funktionieren bei dir Fehler-Pins besonders gut. Vielleicht klicken Menschen eher auf Schritt-für-Schritt-Anleitungen. Vielleicht werden saisonale Themen häufiger gespeichert. Vielleicht bringen bestimmte Blogartikel deutlich mehr Interesse als andere.

Solche Beobachtungen helfen dir, Pinterest strategisch zu nutzen, um Reichweite aufzubauen.

Fehler 8: Du erwartest zu schnell Ergebnisse

Pinterest ist für Blogger selten ein Kanal, der nach drei Tagen alles verändert. Das kann frustrierend sein, vor allem wenn man viel Zeit in Designs und Planung gesteckt hat.

Aber Pinterest funktioniert meist langfristiger. Pins können auch später noch gefunden werden, Blogartikel können immer wieder neue Einstiege bekommen, und Themen bauen sich oft über Zeit auf.

Das heißt nicht, dass man endlos warten und nichts prüfen sollte. Aber es heißt: Pinterest sollte nicht nur nach kurzfristiger Reaktion bewertet werden.

Wenn du Pinterest wie Instagram behandelst, erwartest du vielleicht schnelle Likes, direkte Kommentare oder viele Klicks auf deinen Blogartikeln.

Wenn du Pinterest als langfristige Sichtbarkeitsquelle für deinen Blog siehst, verändert sich der Blick und du wirst sehen, wie sich mit der Zeit deine Reichweite deutlich erhöht.

Wie du es als Blogger besser machen kannst

Pinterest wird leichter, wenn du nicht bei null anfängst. Statt ständig neue Ideen zu suchen, kannst du mit deinen vorhandenen Blogartikeln arbeiten.

Blogger auf Pinterest

Ein einfacher Ablauf kann so aussehen:

  1. Wähle einen bestehenden Blogpost aus.
  2. Lies ihn einmal mit Pinterest-Blick durch.
  3. Markiere 3 bis 5 Kernaussagen.
  4. Überlege, welche unterschiedlichen Probleme oder Wünsche der Artikel anspricht.
  5. Formuliere daraus mehrere Pin-Titel.
  6. Erstelle erst danach die Designs.
  7. Veröffentliche die Pins zeitlich verteilt.

Das muss kein riesiges System sein. Es reicht oft schon, wenn du nach jedem neuen Blogpost kurz sammelst:

  • Welche drei Pin-Ideen stecken in diesem Artikel?
  • Welche Frage könnte ein Pin beantworten?
  • Welcher Fehler wird im Artikel erklärt?
  • Welcher Tipp eignet sich als eigener Aufhänger?

So wird Pinterest nicht zu einer zusätzlichen Baustelle, sondern zu einem festen Teil deiner Content-Verwertung.

Was Pinterest nicht für dich löst

Pinterest kann für Blogger sehr hilfreich sein. Aber Pinterest ist kein Ersatz für eine klare Blogstrategie. Wenn dein Blogartikel unklar ist, wird auch der beste Pin nicht dauerhaft helfen.

Pinterest kann Menschen auf deinen Blog bringen. Aber der Blogpost muss dann liefern.

Das bedeutet:

  • Der Artikel sollte halten, was der Pin verspricht.
  • Die Überschrift sollte zum Thema passen.
  • Der Inhalt sollte gut strukturiert sein.
  • Die Leser:innen sollten schnell erkennen, ob sie richtig sind.
  • Der Blog sollte technisch funktionieren und gut lesbar sein.

Aus meiner Sicht ist Pinterest kein Zauberwerkzeug. Wenn deine Inhalte klar, hilfreich und gut verlinkt sind, kann Pinterest dir dauerhaft eine hohe Reichweite bringen. Wenn die Grundlage unklar ist, wird es schwerer.

FAQ

Lohnt sich Pinterest für Blogger überhaupt?

Ja, Pinterest kann sich für Blogger lohnen, wenn deine Inhalte hilfreich, suchbar und gut aufbereitet sind. Besonders gut passt Pinterest zu Blogartikeln, die Fragen beantworten, Ideen liefern, Anleitungen geben oder konkrete Probleme lösen.

Warum funktioniert Pinterest bei meinem Blog nicht?

Das kann verschiedene Gründe haben. Häufig sind die Themen zu unklar, Pins werden nur einmal erstellt oder die Pin Titeln sprechen keine konkrete Suchintention an.

Muss ich für jeden Blogpost einen Pinterest-Pin erstellen?

Nicht zwingend für jeden. Sinnvoll ist es vor allem bei Artikeln, die ein klares Thema haben, gesucht werden könnten und einen konkreten Nutzen bieten. Manche Blogposts eignen sich besser für Pinterest als andere.

Wie viele Pins sollte ich aus einem Blogpost machen?

Das hängt vom Artikel ab. In vielen Fällen sind 3 bis 7 verschiedene Pin-Ideen gut möglich, ohne dass es sich doppelt anfühlt. Wichtig ist, dass jeder Pin einen eigenen Schwerpunkt hat.

Muss jeder Pin komplett anders aussehen?

Nein. Das Design darf ähnlich bleiben. Wichtiger ist, dass Titel, Einstieg oder Aussage unterschiedlich sind. Sonst veränderst du nur die Optik, aber nicht den eigentlichen Mehrwert.

Was ist ein Pin-Einstieg?

Ein Pin-Einstieg ist der Blickwinkel, mit dem du ein Thema sichtbar machst. Ein Blogpost kann zum Beispiel über Fehler, Tipps, Anleitung, Zeitersparnis oder Anfängerfragen beworben werden.

Sollte ich alte Blogartikel nochmal pinnen?

Ja, wenn sie noch aktuell und hilfreich sind. Gerade ältere Artikel können über Pinterest wieder sichtbar werden, wenn du neue Pin-Ideen oder klare Titel dafür entwickelst.

Was ist wichtiger: Design oder Inhalt?

Beides spielt eine Rolle. Aber der Inhalt sollte zuerst klar sein. Ein schönes Design hilft wenig, wenn nicht verständlich wird, worum es geht oder warum jemand klicken sollte.

Wie finde ich gute Pin-Ideen aus einem Blogpost?

Lies deinen Blogpost durch und markiere Kernaussagen, Tipps, Fehler, Fragen, Beispiele und Schritte. Daraus kannst du verschiedene Pin-Titel und Blickwinkel entwickeln.

Wie lange dauert es, bis Pinterest Ergebnisse bringt?

Das ist unterschiedlich, aber stelle dich auf mehrere Monate ein. Pinterest funktioniert für Blogger oft langfristiger als klassische Social-Media-Plattformen. Deshalb solltest du nicht nur nach wenigen Tagen bewerten, ob ein Pin erfolgreich ist.

Was ist der häufigste Fehler von Bloggern auf Pinterest?

Aus meiner Sicht ist einer der häufigsten Fehler, einen Blogpost nur einmal zu pinnen und dann direkt zum nächsten Thema weiterzugehen. Viele Blogartikel hätten genug Potenzial für mehrere Pins.

Nächster Schritt

Hi, ich bin Anita. Ich beschäftige mich seit über 6 Jahren mit strategischem Pinterest-Marketing.
Sichere dir jetzt deinen kostenlosen 15 Minuten Pinterest-Check und finde heraus, wie Pinterest dir konstant Traffic bringen kann.

Nach oben scrollen